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Galerien leiden unter dem Lockdown - trotz Öffnungszeiten

Der „Lockdown light“ macht auch den österreichischen Galerien zu schaffen, auch wenn sie als Handelsbetriebe geöffnet haben dürfen.

Neben den Bibliotheken sind die Galerien die einzigen Kulturbetriebe, in denen man derzeit das Bedürfnis nach Kunst befriedigen kann. Dennoch sind die Besucherzahlen und die Umsätze schlecht bis existenzbedrohend, wie Martin Janda, Vorsitzender des Galerienverbands in einem Interview mit der APA feststellen muss: "Das Umfeld ist im Augenblick leider nicht so, dass die Leute in die Galerien strömen. Zuletzt hat die Frequenz deutlich nachgelassen."

Die Besucherfrequenz alleine bringt den Galerien, deren Ausstellungen selbstverständlich ohne Eintritt besucht werden können, aber noch keine Umsätze. Mit den steigenden Corona-Infektionszahlen und den Maßnahmen der Regierung ist offenbar auch den Kunden die Lust am Kunstkauf vergangen. Noch zu Saisonbeginn konnten wenigstens einige Kunstmessen veranstaltet werden. (Das artmagazine berichtete über die Positions Berlin, die viennacontemporary, die Parallel, die Fair for Art Vienna und die Art Austria) Jetzt ist das Social Distancing wieder flächendeckend verordnet und die Ausgangsbeschränkungen lassen keine, für den Verkauf wichtige Abendevents wie Vernissagen oder Abendessen für Sammler*innen zu.

Ersatz für die Umsatzeinbußen während des Lockdown gibt es für die Galerien auch nicht. "Wir hoffen sehr, dass sich die Politik dessen bewusst ist. Der Galerienverband hat Vorschläge gemacht, wie man den Galerien in Österreich ein Überleben sichern kann. Die würden wir gerne mit der Kunststaatssekretärin diskutieren. Wir warten auf dieses Gespräch. Denn die bisherigen Maßnahmen reichen für uns definitiv nicht aus", so Martin Janda. Das persönliche Gespräch lässt sich nicht so einfach durch die eigene Website oder die Viewing Rooms der abgesagten Kunstmessen ersetzen. Der Galerienverband hofft, dass die Kulturpolitik die Doppelrolle der Galerien als Kunstvermittler und Kunstverkäufer auch bei den Unterstützungsmaßnahmen berücksichtigt.

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Abbildung: Bald nur noch leere Räume statt Kunst?

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